Buchholzens
 

Satire-

Letter


Der etwas andere
Kommentar

Martin Buchholz

Nr. 762 vom 17. April 2026




GODFATHER UNSER

 

 

Satire-Letter Nr. 762 vom 17. April 2026

 

GODFATHER UNSER!

 

I.

 

Unser aller Erlöser ist nahe! Diese frohe Botschaft verkündigen uns die Heiligenbildchen, die vom Messias selbst im Internet verbreitet werden für die große Gemeinde seiner Gläubigen. Eindrucksvoll auch die letzte Live-Aufnahme, die Jesus und seinen allmächtigen unmittelbaren Vorgesetzten traulich vereint zeigen, versunken in ein stilles Gebet.

 

Und ganz gewiss beten sie nicht „in excelsis Leo“, denn dieser Leo treibt bekanntlich im fernen Peters-Condom sein infernalisches Unwesen. Als Papst ist er eindeutig eine Fehlbesetzung. Ganz offenbar beschäftigt er sich mit Dingen, die ihn gar nichts angehen. Jüngst kam sogar der Verdacht auf, dass er gelegentlich in der Bibel lesen würde. Zumindest zitierte er vor Journalisten aus dem Evangelium den anti-trumpistischen Per-Vers: „Selig sind die Friedfertigen.“ Er fügte hinzu: Er habe keine Angst vor Trump, doch er fürchte den Krieg. Hat der Mann vielleicht Schiss, wenn nicht sogar heiligen Stuhlgang, dass eines Tages für seine letzte Ölung kein iranisches Öl mehr zur Verfügung stehen könnte?

 

Wie dem auch sei, der Godfather in the Holy White House hat den lästigen Leo inzwischen ofiziell exkommuniziert und diese Verkündung ex cathedra auf seiner hauseigenen Platt-Platt-Plattform aller Welt mitgeteilt. Doch der Papst denkt nicht daran, freiwillig seinen päpstlichen Hut, also seine Tiara, zu nehmen und nach Chikago zurückzukehren, wo ihn die Rache der himmlischen Heerscharen, also der Trumpschen Einsatztruppen, unweigerlich ereilen würde.

 

II.

 

Also muss wieder einmal Vance, der Fiese-Präsident, in Aktion treten: Trumps bewährte Doppel-Null, ein Polit-Killer mit der Lizenz zum Beten. Er soll sich schon einmal bewährt haben bei der Entsorgung eines allzu kessen römischen Papas.

 

Vance hatte sich am Ostersonntag des letzten Jahres empfangen lassen zu einer Privataudienz beim damaligen Vatikan-Insassen Franziskus. Er war dessen letzter Besucher. Ein paar Stunden später war der Papst tot. Mission accomplished!

 

Blöderweise hatte es Vance damals versäumt, sich vor dem plötzlichen Abgang seines Gastgebers noch schnell zum Vize-Papst ernennen zu lassen. So konnte er dass das Amt als Nachfolger von Franziskus dann doch nicht antreten konnte.

 

Außerdem, auch wenn er Papst geworden wäre, wäre er weiterhin nur ein Stellvertreter gewesen, in diesem Fall der Vize von Gott. Und diesen Job hat er schließlich schon in den USA.

 

Damit reicht’s mal wieder mit Buchholzens Blasphemien. Bis zum nächsten Mal grüßt Sie herzlich und hirnlich

 

Ihr Martin Buchholz

 

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